Die EU-Pläne zur anlasslosen Durchsuchung privater Kommunikation – Chronik, Akteure und der Stand in Brüssel.
Unter dem Schlagwort „Chatkontrolle" verhandelt die EU seit 2022 eine Verordnung, die Anbieter von Kommunikationsdiensten verpflichten könnte, Nachrichten und Inhalte auf Darstellungen von Kindesmissbrauch zu durchsuchen – notfalls auch in eigentlich verschlüsselten Chats. Befürworter sehen darin ein Mittel gegen die Verbreitung von Missbrauchsmaterial; Kritiker warnen vor anlassloser Massenüberwachung und dem Aufbrechen sicherer Verschlüsselung.
Dieses Dossier bündelt meine Beiträge dazu: was der jeweilige Entwurf konkret vorsieht, welche Akteure ihn tragen oder blockieren, und wie sich die Debatte über die Zeit verschiebt.
Teil 1 Worum es geht
Ein Überblick über die von der EU-Kommission geplante anlasslose Massenüberwachung privater Kommunikation.
Teil 2 Vortrag beim 39C3
Die Referenten geben einen hervorragenden Überblick über die Entwicklungen der vergangenen drei Jahre und zeigen auf, wie es weitergeht.
Teil 3 Die Chronologie
Von der ersten Ausnahmeregelung 2020 bis zum Trilog-Endspurt 2026 – die Ereignisse im Zeitverlauf.